Unternehmerische Entscheidungen,
komplexe Entscheidungen

Unternehmerische Entscheidungen sind komplexe Entscheidungen. Hiermit sind nicht die trivialen, alltäglichen, sondern die Entscheidungen mit weit reichenden Auswirkungen gemeint: Investitionen in neue Produkte, Marktsegmente oder Standorte, Kapazitätsplanungen, Freigaben von Projekten oder Budgets bis hin zur Entscheidung über eine Unternehmensstrategie.

Die meisten dieser Entscheidungen werden sehr rational begründet. Bei genauerem Hinsehen lassen sich häufig interessante Phänomene beobachten wie

Kaschierte Begründungen

Es gibt Autokäufer, die eine höhere Motorleistung mit zusätzlicher Sicherheit begründen, denn durch die bessere Beschleunigung des Fahrzeugs kann der verantwortungsbewusste Fahrer seine Insassen und sich schneller aus einer potenziellen Gefahrenzone bringen. Das ist natürlich vorgeschoben, eine kaschierte Begründung: Es macht einfach mehr Spaß, mit einem etwas schnelleren Auto zu fahren. „Spaß“ kann aber auch im unternehmerischen Umfeld ein wichtiges Entscheidungskriterium sein: Führt der „Spaß“ zu mehr Akzeptanz und Motivation bei den Mitarbeitern, werden durch den „Spaß“ Kunden begeistert, so sind dies einige der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Nur weil diese nicht unmittelbar in Euro und Cent messbar sind, sind sie noch lange nicht irrational.

Im Gegenteil: Irrational wäre es, diese Erfolgsfaktoren zu ignorieren. Werden sie aber als relevante Entscheidungskriterien erkannt, so lässt sich ihr Gewicht nüchtern abwägen.

Das Paradoxon der komplexen Entscheidungen

Gerade bei strategischen Entscheidungen, deren Erfolg oder Misserfolg von einer Vielzahl von Wechselwirkungen abhängt, werden oftmals nur die Entscheidungskriterien berücksichtigt, die sich zufällig gerade bewerten lassen: Kosten, Erlöse,  vielleicht noch ein paar Auslastungsgrößen. Risiken oftmals nur pauschal; Wechselwirkungen überhaupt nicht.

Komplexe Entscheidungen werden also häufig, eben weil sie so vielschichtig sind und die Auswirkungen nicht vollständig überblickt werden, letztlich aus dem Bauch heraus getroffen.

Modellierung bringt Entscheidungssicherheit

Mit Hilfe eines bewährten Werkzeuges wie dem Consideo Modeler lassen sich die Einfluss- und Erfolgsfaktoren von Entscheidungen analysieren. Sind sie vollständig in einem Modell abgebildet, so lassen sich auch Wechselwirkungen quantifizieren und machen die Entscheidung damit kalkulierbar. Rechnen statt Raten! Durch Modellierung lässt sich die Entscheidungssicherheit deutlich erhöhen.