Erfolg
Jeder will ihn – aber genau beschreiben kann ihn niemand. Der
Erfolg ist ein eigenwilliger Bursche, der nicht leicht zu halten ist.
Manche Controller neigen dazu, unternehmerischen Erfolg in
Umsatzrendite, Kapitalverzinsung und Wertzuwachs zu messen. Wer das
für zu kurz gesprungen hält ist entweder Philosoph oder
weitsichtiger Unternehmer.
Es gibt Unternehmer und Unternehmen, die ihren Erfolg
gerne teilen und nicht nur an Gesellschafter oder Investoren
abfließen lassen wollen. Oft haben sie erkannt, dass Modelle zur variablen Vergütung oder zur Beteiligung von Mitarbeitern
ein wirksames Instrument zur strategischen Steuerung sein können
und damit einen wesentlichen Beitrag leisten, den Erfolg zu
erarbeiten.
Es hilft, den Erfolg genauer zu beschreiben. Natürlich sind Umsatzentwicklungen, Deckungsbeitragsquoten und
Eigenkapitalrenditen wichtige Erfolgsindikatoren – genauso wie
Kennziffern zur Messung von Kundenbindung, Qualität oder
Mitarbeiterzufriedenheit. Aber ist das der ganze Erfolg?
Diese Erfolgsindikatoren spiegeln eine scheinbare Einfachheit
vor: 10% -15% Rendite gelten in vielen Branchen als anzustrebende
Zielgröße; Kundenzufriedenheit zu steigern ist immer gut und
die Qualitätskennziffern zu verbessern schadet auch nicht. Schon
die einfache Verknüpfung mehrerer Indikatoren führt zu
Fragen, die nicht mehr so einfach zu beantworten sind: Ist es
lukrativer in den nächsten drei Jahren eine Rendite von 15%
anzustreben oder sich mit 10% zu begnügen, dafür aber die
Kundenbindung um 20% zu steigern? Wie viel Umsatzsteigerung muss die
verbesserte Kundenbindung nach sich ziehen, damit am Ende ein
höheres Ergebnis erwirtschaftet werden kann? Wie kann die
Kundenbindung auch in fünf Jahren noch gesteigert werden?
Wendet man sich den Erfolgsfaktoren zu, so wird es nicht leichter, die
notwendigen Antworten zu finden: Was ist wichtiger für den Erfolg
des Unternehmens: Motivierte Mitarbeiter, Wettbewerbsvorsprung oder
Marktanteile? Wir verstehen Controlling
auch als Aufgabe, diese Fragen zu beantworten. Nicht durch
philosophische Erörterungen sondern mit harten Fakten.
Bei komplexen Entscheidungen die richtigen
Prioritäten zu setzen, erfordert nicht nur unternehmerisches
Geschick sondern vor allem Methoden zur Erhöhung der
Entscheidungssicherheit. Das gelingt durch die Abbildung und Simulation
der Strategien in einem Werkzeug wie dem Consideo Modeler.